Zündspule


Funktion der Zündspule Unterschiedliche Zündverteilungssysteme
Kraftfahrzeuge verfügen über ein Bordnetz mit rund 12 bis 14 Volt Spannung. Diese Spannung reicht jedoch bei weitem nicht aus, um an einer Zündkerze den erforderlichen Zündfunken zu erzeugen. Dafür werden mindestens 6.000 Volt benötigt. Eine Zündspule erhöht die zugeführte Betriebsspannung durch Induktion auf bis zu 36.000 Volt.

Funktion der Zündspule

In der Zündspule wird durch Stromfluss in der Primärwicklung auch in der Sekundärwicklung eine Induktivspannung erzeugt. Diese wird in Form eines Magnetfelds in der Zündspule gespeichert. Bei Abschaltung der Spannung für die Primärwicklung bricht dieses Magnetfeld zusammen. Dadurch gleicht sich die nun „freigewordene“ Hochspannung der Sekundärwicklung über die Hochspannungsverteilung in Form eines Zündfunkens an der Zündkerze aus. Oft hat die Primärwicklung einen Widerstand von weniger als 0,8 Ohm. Bei der Sekundärwicklung ist der Widerstand dagegen das rund 10.000-fache und beträgt damit um die 8.000 Ohm.

Unterschiedliche Zündverteilungssysteme

Bei älteren Fahrzeugen wurde die Verteilung der von der Zündspule abgegebenen Energie durch einen rotierenden Verteilerfinger bewerkstelligt. Die Verteilerzündspule überträgt die Zündspannung über ein Zündkabel zum Zündverteiler. Dort wird sie über den Verteilerfinger zu den entsprechenden Zündkabel-Anschlüssen der einzelnen Zylinder verteilt. Dieses System war sehr anfällig für eindringende Feuchtigkeit, was zu häufigen Startschwierigkeiten und Zündaussetzern führte. Oft wurde im Verteilerfinger ein durch Fliehkraft betätigter Unterbrecherkontakt eingebaut, der bei zu hohen Motordrehzahlen die Zündverteilung unterbrach, um ein „Überdrehen“ des Motors zu verhindern. Die Nachteile der mechanischen Zündanlagen waren vor allem der hohe Verschleiß und langsame Arbeitsweise.
Mit Einzug der Transistor-Zündung wurde es möglich, zumindest den hohen Verschleiß des Unterbrecherkontakts deutlich zu reduzieren. Durch Zündmodule konnte dieser dann ganz wegfallen. Zündmodule erzeugen die benötigten Unterbrechungen des Primärstromkreises der Zündspule mit einem Transistor. Durch die Entwicklung der vollelektronischen Zündung ist die mechanische Zündverteilung überflüssig geworden und ein elektronisches Zündungssteuergerät übernahm diese Aufgabe. Hier kommen unter anderem Steckerzündspulen zum Einsatz. Jede Zündkerze wird durch eine eigene Zündspule mit der Zündspannung versorgt. Die Zündspulen sitzen direkt an der Zündkerze, sodass Verluste minimiert werden. Eine weitere Entwicklung stellen die Blockzündspulen dar. Damit konnten mehrere Zündkerzen durch mehrere Zündspulen mit der Zündspannung versorgt werden.
Weitere Bauteile von Zündung