Wasserpumpe


Vorteil der Wasserkühlung im Vergleich zur Luftkühlung Funktion der Kühlmittelpumpe
Genau genommen ist der Begriff „Wasserpumpe“ stark vereinfacht. Würde man einen Kühlkreislauf ausschließlich mit Wasser befüllen, wäre Korrosion die Folge. Auch siedet Wasser bereits bei 100 Grad Celsius. Deshalb setzt man Glykol (Vorsicht: Glykol ist giftig!) zu, welches den Kühlkreislauf gleichzeitig vor Frost und Korrosion schützt und alle beweglichen Bauteile des geschlossenen Systems schmiert. Unter einem üblichen Systemdruck von bis zu 1,5 bar steigt der Siedepunkt der Kühlflüssigkeit auf etwa 130 ° C. Richtiger ist daher eigentlich die Bezeichnung „Kühlmittelpumpe“.

Vorteil der Wasserkühlung im Vergleich zur Luftkühlung

Im Gegensatz zur früher üblichen Luftkühlung (VW Käfer, frühe Porsche 911), die ganz auf Kühlflüssigkeit verzichtete und durch den geringeren Konstruktionsaufwand auch entsprechend günstiger zu produzieren war, ist man heute flächendeckend zur Wasserkühlung übergegangen. Der wesentliche Vorteil: Aufgrund des dämpfenden Flüssigkeitsmantels produziert eine Wasserkühlung kaum noch Eigengeräusche und ist für die Aufheizung des Innenraums im Winter wesentlich besser zu nutzen.

Funktion der Kühlmittelpumpe

Für eine effektive Motorkühlung ist es notwendig, das im geschlossenen System eingebrachte Kühlmittel ständig in Bewegung zu halten, damit es die Abwärme des Motors zum Lamellenkühler transportieren kann, wo diese dann an die Umgebungsluft abgegeben wird. Für die Zirkulation sorgt die Kühlmittelpumpe, die mit einer durchschnittlichen Förderleistung von etwa fünf Litern pro Sekunde arbeitet und vom Keilriemen (oder Keilrippenriemen) angetrieben wird.
Für eine störungsfreie Funktion der Kühlmittelpumpe sind zwei Faktoren wichtig: Zum einen sollte der Keilriemen immer genug „auf Spannung“ arbeiten, um die Pumpe mit der zur Motorkühlung erforderlichen Drehzahl antreiben zu können, zum anderen sollte das Kühlsystem möglichst luftdicht abgeschlossen sein. Insbesondere nach einem Wechsel des Kühlmittels kann es durch fehlerhafte Entlüftung des Systems dazu kommen, dass sich im heißen Kühlkreislauf Dampfblasen bilden. Diese können die Förderschaufeln der Pumpe durch Überhitzung beschädigen. Üblicherweise wird beim Zahnriemenwechsel die Wasserpumpe ebenfalls gewechselt, um das Durchhalten aller Komponenten bis zum nächsten Service-Intervall zu gewährleisten.