Turbolader


Verschiedene Bauarten Einsatz von Turboladern
Turbolader sorgen durch das Ansaugen und Komprimieren von Luft für eine höhere Verdichtung und eine daraus resultierende bessere Luftfüllung im Brennraum. Das Motormanagement erhöht daraufhin auch die Einspritzmenge des Treibstoffes, was eine erhöhte Leistungsabgabe des Motors zur Folge hat. Um den Motor mit mehr Frischluft zu versorgen, als er durch sein Ansaugsystem bekommt, helfen Turbolader mit ihren Luftschaufeln.

Verschiedene Bauarten

Es gibt verschiedene Arten von Turboladern, wobei nur der Abgasturbolader ohne externen Antrieb auskommt (wie etwa beim von Volkswagen bis in die 90er-Jahre hinein verbauten „G-Lader“ oder dem so genannten „Roots-Kompressor“, deren Umdrehungszahl unmittelbar von der Motordrehzahl abhängt). Er wird, wie es sein Name bereits andeutet, vom ausströmenden Abgas des Motors angetrieben.
Moderne Turbolader verhindern das Entstehen eines „Überdruckes“ durch verstellbare Luftschaufeln („VTG-Lader“). Positive Nebeneffekte dieser Technologie sind neben einem früheren Ansprechen des Laders eine gleichmäßigere Leistungsabgabe des Motors über das gesamte Drehzahlband. Das früher als „Turboloch“ bekannte Phänomen gibt es heute nicht mehr.

Einsatz von Turboladern

Turbolader wurden ursprünglich ausschließlich in Ottomotoren eingesetzt. Heute sind sie in modernen Dieselmotoren ebenfalls üblich, wo sie für eine effizientere Verbrennung des Treibstoffes und für kraftvolles Drehmoment bei niedriger Motordrehzahl sorgen. Hocheffiziente Dieselmotoren, wie sie im heutigen Fahrzeugbau zum Standard gehören, wären ohne Turbotechnik nicht zu realisieren.