Schwingungsdämpfer


Verschiedene Methoden zur Schwingungsdämpfung
Durch die ständige Auf- und Abwärtsbewegung der Kolben bei jeder Kurbelwellenumdrehung treten große Beschleunigungskräfte auf, die Schwingungen im Motor hervorrufen. Übertragen sich diese Schwingungen zum Beispiel auf den Riemenantrieb der Nebenaggregate oder auf das Getriebe und seine Peripherie, erhöht sich deren Verschleiß. Möglicherweise werden Schwingungen sogar in den Fahrgastraum übertragen, was mancher Insasse als unangenehm empfinden wird.

Verschiedene Methoden zur Schwingungsdämpfung

Es gibt deshalb verschiedene Methoden, die Ausbreitung und Übertragung mechanischer Schwingungen an andere Baugruppen zu unterbinden. Zunächst einmal ist jede Kurbelwelle mit Gegengewichten, sogenannten Drehschwingungsdämpfern, zum Schwingungsausgleich ausgestattet, die fest mit der Welle verschraubt und über Gleit- oder Gummilager mit dem Riementrieb verbunden sind. Dadurch entsteht eine wirkungsvolle Entkopplung der Rotationsschwingungen vom Riementrieb.
Zusätzlich gleichen versetzt am Motorblock montierte Ausgleichswellen, die doppelt so schnell wie die Kurbelwelle, aber in entgegengesetzter Richtung drehen, die Schwingungen des Motorblocks selbst aus. Ausgleichswellen sind bei sechs- oder zwölfzylindrigen Maschinen nicht notwendig, denn diese können Schwingungskräfte selbst austarieren.
Um Motorvibrationen vom Getriebe fernzuhalten, werden Zweimassen-Schwungräder eingesetzt. Hier sitzt zwischen der mit dem Motorblock verbundenen Primärschwungscheibe und der mit dem Getriebe verbundenen Sekundärschwungscheibe ein entsprechend angepasstes Feder-Dämpfer-System.