Aggregatetrieb


Antrieb der Nebenaggregate über die Kurbelwelle Kontrolle und Austausch der antriebsrelevanten Bauteile
Neben dem eigentlichen Motorblock ist der Motorraum eines Kraftfahrzeuges mit verschiedenen – auch ausstattungsabhängigen – Nebenaggregaten bestückt. Dazu gehören die Lichtmaschine, die Klimaanlage, die Servolenkung und die Wasserpumpe.

Antrieb der Nebenaggregate über die Kurbelwelle

Alle diese Aggregate werden von der Kurbelwelle über Gummiriemen angetrieben, die man als Keil- oder Keilrippenriemen kennt. Sie übertragen die Kraft der Kurbelwelle an das jeweilige Nebenaggregat und müssen dabei oft verschlungene Wege gehen. Deshalb werden die Riemen über diverse Spann- und Umlenkrollen geführt, die sowohl tatsächlich die langfristige „Spannung“ der Kautschukstrippen sicherstellen, aber auch für einen ruhigen Lauf des Aggregatetriebs sorgen.

Kontrolle und Austausch der antriebsrelevanten Bauteile

In einem modernen Fahrzeug mit zahlreichen Extras und Sonderausstattung zur Erhöhung des Komforts befinden sich mehrere – in der Regel drei bis vier – Riemen, die bei der jährlichen Inspektion kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht werden sollten.
Neben der Kontrolle der Riemen müssen auch die Spann- und Umlenkrollen untersucht werden, über die Keilriemen und Keilrippenriemen laufen. Beim Austausch von Riemen werden die Rollen über den Riemenspanner in die Endposition gefahren. Dabei kann es schnell passieren, dass ein Riemen als vermeintlich fest gesehen wird, während die Spann- oder Umlenkrolle noch nicht ihre Endposition erreicht hat. Beispielsweise macht sich das beim Keilriemen dadurch bemerkbar, dass die Nockenwellen durch die zu geringe Spannung des Riemens nicht mehr exakt zur vorgegebenen Zeit die Ventile öffnen oder schließen. Der Motor klingt dabei unrund oder geht sogar aus. Daher werden bei Riemenwechseln in der Regel auch die Spann- und Umlenkrollen ersetzt, sodass ein komplett neuer Satz im Fahrzeug verbaut ist.