Klimaanlage


Unterschied Klimaanlage und Klimaautomatik Aufbau und Funktionsweise Wartung der Klimaanlage
In einem modernen Kraftfahrzeug ist die Klimaanlage das Komfortextra schlechthin. Noch vor rund 20 Jahren nur Automobilen der Luxusklasse vorbehalten – und selbst da nicht immer serienmäßig vorhanden – gehört die Klimaanlage heute bis hinunter ins Kleinwagensegment zum Standard.
Eine Klimaanlage sorgt besonders im Sommer dafür, dass die Innenraumtemperatur erträglich bleibt. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Unfallrate bei hohen Temperaturen im Fahrzeug deutlich steigt. Dabei kühlt sie nicht nur den im Hochsommer aufgeheizten Innenraum auf erträgliche Temperaturen herunter, sondern sie entzieht der von außen zugeführten Frischluft auch die Feuchtigkeit und verhindert somit das Beschlagen der Scheiben bei Regenwetter oder kühlen Außentemperaturen. Als Bestandteil des Heizkreislaufs im Fahrzeug dient sie nicht nur der Kühlung, sondern auch dem Aufheizen des Innenraums. Eine Klimaanlage ist also bei jedem Wetter nützlich und trägt auch zur Fahrsicherheit bei.

Unterschied Klimaanlage und Klimaautomatik

Man unterscheidet zwischen so genannten „manuellen“ Klimaanlagen und Klimaautomaten. Letztere sind automatisch regelnde Systeme. Eine vorgewählte Temperatur wird erreicht und stets mit einem im Innenraum des Fahrzeugs angebrachten Temperaturfühler abgeglichen. Abweichungen nach oben oder unten regelt die Klimaautomatik selbst nach, die einmal eingestellte Temperatur wird also gehalten. Bei manuellen Klimaanlagen entfällt dieser automatische Regelkreis. Ist eine vorgewählte Temperatur erreicht, ist es notwendig, etwaige Abweichungen durch manuelles Nachregeln an den entsprechenden Bedienelementen auszugleichen. Dafür sind manuelle Klimasysteme deutlich günstiger, da der Steuerkreislauf entfällt.

Aufbau und Funktionsweise

Der grundsätzliche Aufbau einer Klimaanlage ist aber stets gleich: Sie besteht aus den fünf Bauteilen Kompressor, Kondensator, Trockner, Expansionsventil und Verdampfer. Vom Kompressor, der das Kältemittel verdichtet und dabei erhitzt, gelangt das zunächst gasförmige Kühlmittel in den Kondensator, wo es sich verflüssigt. Die Kondensation findet meist im Bereich des Fahrzeugkühlers statt. Von dort wird die Flüssigkeit in den Trockner geleitet. Dieser arbeitet als eine Art Schmutzabscheider für das Kältemittel. Aus diesem Grund wird der Trockner auch als Filter oder Filterkartusche bezeichnet, weil er Verunreinigungen und eingeschlossene Luft herausfiltert. Dies ist wichtig, weil das Klimasystem mit seinen vielen Leitungen sowie Hochdruck- und Niederdruckkomponenten vor Verschmutzung geschützt werden muss. Das nachfolgende Expansionsventil öffnet auf Staudruck der Kühlflüssigkeit, wobei dieser so hoch ist, dass das Kühlmittel beim Öffnen des Ventils seinen Aggregatzustand erneut wechselt. Es ist nun wieder gasförmig und verteilt sich im nachfolgenden Verdampfer. Es handelt sich um einen physikalischen Prozess, in dessen Verlauf das gasförmige Kühlmittel der Umgebung Wärme entzieht. Der Verdampfer ist als Wärmetauscher so konstruiert, dass er die Verdunstungskälte weitergeben kann. Seine große Oberfläche kühlt die ihn umströmende Luft schnell und effektiv ab. Die Fahrzeuglüftung verteilt dann die abgekühlte Luft im Fahrzeuginnenraum, während das gasförmige Kühlmittel wieder zum Kompressor strömt.

Wartung der Klimaanlage

Gasförmiges Kühlmittel ist sehr flüchtig. Daher ist es ratsam, die Funktion der Klimaanlage regelmäßig in einer Fachwerkstatt kontrollieren und Kältemittel nachfüllen zu lassen. Bei dieser Kontrolle werden ebenfalls die Schläuche und der Systemdruck geprüft. Auch ist die regelmäßige Desinfektion zu empfehlen, damit keine verkeimte Luft in den Fahrgastraum gelangen kann.
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