Gemischaufbereitung


Bei der Gemischaufbereitung geht es darum, aus Kraftstoff und Luft ein zündfähiges Gemisch herzustellen, das in die Zylinder des Benzin- oder Dieselmotors eingespritzt und verbrannt wird. Verschiedene Verfahren sorgen dafür, dass Motoren möglichst effizient und schadstoffarm arbeiten können. Dies senkt zum einen den Verbrauch und ermöglicht Autoherstellern zum anderen, die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionswerte einhalten zu können.

Abgasrückführung

Bei der Abgasrückführung geht es darum, die giftigen Stickoxide (NOx) zu reduzieren. Werden dem Motor Abgase zusammen mit Frischluft in den Verbrennungsraum zugeführt, sinkt die Verbrennungstemperatur. Gleichzeitig nimmt damit die Produktion von Stickoxiden ab.

Common-Rail-Einspritzsystem

Beim Dieselmotor hat sich das Common-Rail-Einspritzsystem bewährt. Normalerweise lässt sich pro Arbeitstakt nur eine Einspritzung bewerkstelligen. Durch die Common-Rail-Technik wird es möglich, bis zu acht Einspritzvorgänge pro Takt vorzunehmen. Mithilfe einer Verteilerleiste (Common Rail) und einer Hochdruckpumpe kann die Einspritzung elektronisch geregelt und auf den jeweiligen Fahrzustand hin optimiert werden. Neben der Haupteinspritzung sind auch Vor- und Nacheinspritzungen möglich.

Sekundärluftsystem

Das Sekundärluftsystem sorgt dafür, dass in der Kaltstartphase mit fettem Gemisch gezielt Sekundärluft (sauerstoffreiche Umgebungsluft) in den Abgaskrümmer geblasen wird. Diese löst die Nachverbrennung von Kohlenwasserstoff und Kohlenmonoxid aus, die beim Kaltstart in großen Mengen entstehen. Für eine effiziente Abgasreinigung ist das Sekundärluftsystem erforderlich, da mehr als 75% der Emissionen in den ersten drei Minuten nach dem Kaltstart entstehen.