Ölfilter


Bauformen des Ölfilters Aufbau eines Ölfilters Richtiger Öl- und Ölfilterwechsel
Verbrennungsmotoren sind hohen mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt und benötigen daher ein Schmiermittel, um die Reibungskräfte zu verringern und Temperaturen von heißen Stellen abzuleiten. Dieses Schmiermittel ist das Motoröl. Während Motoröl seine Aufgaben erfüllt, ist es unvermeidlich, dass dabei Partikel – wie beispielsweise Verbrennungsrückstände oder metallischer Abrieb – aufgenommen werden. Diese Schmutzpartikel müssen wieder aus dem Ölkreislauf entfernt werden, da es sonst zu Beschädigungen von Motorteilen kommen kann. Der Ölfilter übernimmt diese Aufgabe. Er ist im Ölkreislauf integriert und hält mit seinem Filtermaterial die unerwünschten Fremdstoffe fest, während das Motoröl den Ölfilter passieren kann.

Bauformen des Ölfilters

Patronen-Aufschraubfilter sind Standard bei PKW. Sie sind einfach und schnell zu wechseln, was sie wartungsfreundlich macht. Patronen-Ölfilter sind Filter und Filtergehäuse in einem und werden komplett gewechselt. Ein Dichtring sorgt für eine dichte und druckfeste Abdichtung zwischen Filter und motorseitigem Filteranschluss. Im Inneren der Filterpatrone befindet sich das Filtermaterial, welches ein Gewebe oder ein Vliesstoff, aber auch Kunststoff, Papier oder ein Mischgewebe sein kann.
Neben Wegwerf-Filtern gibt es auch Filter-Einsätze für Filtergehäuse. Diese werden aufgeschraubt, der Einsatz-Filter wird gewechselt und das Gehäuse wieder festgeschraubt. In der Regel wird die Öl-Filtrierung über sogenannte Hauptstromfilter vorgenommen. Es gibt aber auch eine andere Möglichkeit: die Nebenstromfilterung. Hier wird nur ein Teil des Öls gefiltert, weswegen sie meist zusätzlich zu einer Hauptstromfilterung Anwendung findet. Die Kombination aus Haupt- und Nebenstromfilter ermöglicht ein besseres Filterungsergebnis.

Aufbau eines Ölfilters

Der Filter hat eine Mittelbohrung mit dem Anschlussgewinde, dazu sind mehrere Bohrungen am Rand verteilt. Das Öl wird mit der Ölpumpe durch die äußeren Bohrungen gepresst und fließt durch die Mittelbohrung zurück in den Ölkreislauf. Die Ölpumpe ist notwendig, da der Filter sonst den Öldruck des Ölkreislaufs zu sehr senken würde, wodurch das Öl nicht mehr an alle Schmierstellen gelangen könnte.
Moderne Ölfilter haben eine Rücklaufsperre und ein Umgehungsventil. Das Umgehungsventil schützt davor, dass bei extrem verschmutztem Ölfilter (Überschreiten des Wechselintervalls) der Ölkreislauf gehemmt wird. Es sorgt in diesem Fall für eine Umgehung des Filtermaterials, damit das Öl weiter ungehindert fließen kann. In diesem Fall wird das Motoröl natürlich ungefiltert in den Kreislauf entlassen.

Richtiger Öl- und Ölfilterwechsel

Ein Ölfilterwechsel wird in der Regel bei einem Ölwechsel vorgenommen. Es ist sinnvoll, den Motor warm zu fahren und direkt anschließend den Ölwechsel vorzunehmen. Dann befinden sich nämlich die meisten Partikel noch in der „Schwebe“ und werden mit dem Altöl herausgespült. Ölablassschraube, Ölfilter und Ölfilterdichtring sollten ebenfalls erneuert werden. Vor dem Einsetzen des Ölfilterdichtrings ist dieser mit ein wenig Öl anzufeuchten. Altöl ist Sondermüll und darf weder in die Kanalisation noch ins Grundwasser gelangen. Hohe Strafen können bei unsachgerechter Entsorgung die Folge sein. Altöl muss vom Verkäufer des neuen Motoröls gegen Vorlage des Kassenbons entgegengenommen und ordnungsgemäß entsorgt werden. Auch Sondermüll-Deponien oder manche Wertstoffhöfe nehmen Altöl entgegen.
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