Luftfilter


Aufbau und Funktionsweise des Luftfilters Das Filtermaterial im Detail Wechsel des Luftfilters
Jeder Verbrennungsmotor benötigt Luft, damit ein zündfähiges Gemisch hergestellt werden und die Verbrennung stattfinden kann. Diese Luft kann sich der Motor selbst über den Ansaugtrakt ansaugen (Saugmotor) oder sie wird dem Motor unterstützend mittels Abgas-Turbolader oder Kompressor (aufgeladene Motoren) unter Druck hineingepresst. In jedem Fall soll die Luft frei von Partikeln sein, die den Motor oder die Gemischaufbereitung nachhaltig schädigen können. Dazu muss die Luft gefiltert werden. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel ein Luftfiltergehäuse, in dem sich ein Papierfilter befindet. Neben reinen Papierfiltern gibt es auch andere Lösungen wie ölgetränkte Filter oder Nassluftfilter. Der Trockenluftfilter (Papierfilter) hat sich aber zum Standard in der Automobilindustrie entwickelt.

Aufbau und Funktionsweise des Luftfilters

Früher waren Luftfiltergehäuse meistens flache, kreisrunde Gebilde mit großen Durchmessern. In ihrem Inneren sorgte ein ringförmiger Papierfilter für die Filterung der Luft. Diese strömte von außen nach innen. Heute sind kleinere rechteckige Filtergehäuse und Filter weitgehend verbreitet. Bei dieser Version dichtet der Filter den Luftstrom ab und zwingt die Luft, den Weg durch den Filter zu nehmen. Es ist von Vorteil, wenn Luft von unten nach oben den Filter durchströmt. Dadurch können gröbere Partikel nach Abschalten des Motors nach unten wegfallen und behindern somit nicht den Luftstrom. Die Filtergehäuse dienen neben der Aufnahme des Filters auch noch anderen Zwecken. So sind häufig Sensoren für die Gemischaufbereitung in den Luftfiltern verbaut. Gleichzeitig sorgt der Luftfilter auch für die Dämpfung der Ansauggeräusche und verringert so die Motorgeräusche.

Das Filtermaterial im Detail

Das Material eines Papierfilters muss luftdurchlässig sein, jedoch auch kleinste Partikel festhalten können. Spezielles Papier mit einer feinen Porendichte übernimmt diese Aufgabe. Um die Wirkungsoberfläche zu vergrößern, wird das Papier wie der Balg einer Ziehharmonika gefaltet. Es muss dazu hohen Temperaturunterschieden sowie Feuchtigkeit standhalten. Als Filtermaterial wird in manchen Fällen auch Schaumstoff anstelle von Papier verwendet. Schaumstoffe sind jedoch in der Regel nicht in der Lage, feinste Partikel zurückzuhalten. Dafür können sie öfters gereinigt werden und müssen erst nach längerer Zeit ausgewechselt werden.

Wechsel des Luftfilters

Mit der Zeit sammeln sich immer mehr Partikel im Filtermaterial an, so dass dieser nicht mehr optimal arbeiten kann. Gewechselt werden muss er aber spätestens, wenn der Luftdurchsatz behindert wird, der Motor dadurch Leistung verliert und der Kraftstoffverbrauch ansteigt. Hersteller empfehlen, den Luftfilter alle 30.000 bis 40.000 km oder alle ein bis zwei Jahre zu wechseln. Es gibt aber auch die Unsitte, Papierluftfilter zu reinigen. Mit Druckluft wird der Filter gegen den üblichen Luftstrom ausgeblasen. Dies ist gefährlich, da durch den Druck oder beschleunigte Partikel schnell kleine Löcher im Papierfilter entstehen können. Der Filterluftstrom wird diese Löcher dann als Weg des geringsten Widerstands nutzen und die Luft ungefiltert passieren lassen. Davon ist also abzuraten, zumal heutige Papierfilter preisgünstig sind.
Sollte man seinen Filter selber wechseln wollen, ist darauf zu achten, dass nur Filter verwendet werden, die dem originalen Filter entsprechen (Herstellerangaben beachten!). Beim Wechsel zeigt sich oft Schmutz und Sand, der sich vor dem Filter abgesetzt hat. Diese Verunreinigungen dürfen beim Einsetzen des neuen Filters nicht in den inneren Bereich des Ansaugkanals verschoben werden. Am besten saugt man sie mit einem Staubsauger vor dem Einsetzen ab.
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