Kraftstofffilter


Funktionsweise und Aufbau eines Kraftstofffilters
Moderne Kraftfahrzeuge filtern Treibstoff mit Kraftstofffiltern. Anlass dazu ist weniger, dass verunreinigter Kraftstoff im Handel wäre – inzwischen sind hohe Kraftstoffqualitäten in West-Europa der Standard. Vielmehr schützt ein Kraftstofffilter vor Verunreinigungen, die beim Tanken in den Tank gelangen oder durch Rost und Farbabsplitterungen vom eigenen Fahrzeug. Da sich in Metalltanks von Fahrzeugen auch Kondenswasser bildet, ist ein Rosten von innen nicht ungewöhnlich. Fremdkörper im Kraftstoff können fatale Folgen für Motoren - besonders für deren Gemischaufbereitungs-Systeme - haben. War es in vergangenen Zeiten schon ärgerlich, wenn eine Vergaserdüse durch einen Fremdkörper nicht mehr richtig funktionierte, hat sich dies mit neuen Technologien wie Einspritzsystemen bei Otto-Motoren oder gar der Hochdruck-Common-Rail-Einspritzung bei Diesel-Motoren drastisch verschärft. Diese hochempfindlichen Systeme sind auf qualitativ hochwertigen Kraftstoff angewiesen.

Funktionsweise und Aufbau eines Kraftstofffilters

Kraftstofffilter sind Hauptstromfilter: Sie befinden sich in der Kraftstoffversorgung zwischen Gemischaufbereitung und Kraftstofftank. Je nach Fahrzeughersteller können sie im Tank, in der Kraftstoffleitung oder als Bestandteil der Gemischaufbereitung verbaut sein. Bei Otto-Motoren ist die Integration in die Benzinleitung (Inline-Filter) weit verbreitet. Filter und Gehäuse bilden eine Einheit, die bei einem Wechsel komplett ausgetauscht wird. Sie können aus Kunststoff, Stahl oder Aluminium sein. Bei Diesel-Motoren kommen zu dieser Bauform auch noch Filter zum Einsatz, bei denen nur die Filtermedien getauscht werden. Das kartuschenartige Gehäuse lässt sich öffnen, um den Filterwechsel zu ermöglichen.
Bei Dieselfiltern befindet sich zusätzlich an diesem Gehäuse meist eine Wasser-Ablassschraube. Da Diesel leichter als Wasser ist, sammelt sich Kondenswasser im unteren Bereich des Dieselfilters, wo es dann abgelassen werden kann. In manchen Fällen ist sogar eine Dieselheizung integriert. Häufig werden auch mehrere Filter hintereinander geschaltet. Durch die Vorfilterung wird ein besseres Ergebnis erzielt und die Wechselintervalle können verlängert werden. Bei den Filtermaterialien wird Filz immer mehr von Spezialpapier und Vlies verdrängt. Die Wechselintervalle sind von Hersteller zu Hersteller verschieden und auch von den eingesetzten Filtern abhängig. Es gibt inzwischen Lifetime-Filter, bei denen ein Wechsel gar nicht mehr vorgesehen ist. Bei anderen Filtern sollte man die Intervalle dagegen einhalten, da es sonst zu Störungen in der Kraftstoffversorgung kommen kann. Der Kraftstofffluss kann sogar völlig unterbrochen werden, was einen Motorstillstand zur Folge hat.
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