Innenraumfilter


Gefahren eines nicht ordnungsgemäß funktionierenden Filters Verschiedene Arten von Innenraumfiltern und deren Aufbau Anforderungen an Innenraumfilter Tipps zum Innenraumfilter
Bei modernen Kraftfahrzeugen ist es Standard, dass sie mit einem Innenraumfilter (Kabinenluftfilter) ausgerüstet sind. Sie sollen Feinstaub, Straßenstaub, Pollen und andere Schadstoffe aus dem Klima- und Lüftungssystem herausfiltern und nicht in den Fahrzeuginnenraum gelangen lassen. Durch die Lüftungssysteme wird so viel Luft angesaugt, dass sich schnell eine Überkonzentration dieser Stoffe im Fahrzeug entwickeln würde. Schon nach kurzer Zeit kann die Schadstoffbelastung in einem KFZ das Sechsfache der Umgebungsluft erreichen, wenn diese nicht gefiltert wird. Je nach Wetter und Ort sind in einem Kubikmeter Atemluft bis zu 80 Milliarden Partikel enthalten. Besonders Allergiker können sehr empfindlich darauf reagieren und unterliegen dadurch beim Autofahren einem deutlich höheren Unfallrisiko, wenn der Innenraumfilter nicht ordentlich arbeitet.

Gefahren eines nicht ordnungsgemäß funktionierenden Filters

Ein Niesen bei Tempo 150 führt dazu, dass das Fahrzeug 42 Meter (etwa 10 Autolängen) im Blindflug zurücklegt. Neben allergischen Reaktionen können Schadstoffe der Konzentration beim Autofahren schaden, Kopfschmerzen verursachen, müde machen und die Gesundheit gefährden. Dieselruß kann sich beispielsweise tief in der Lunge absetzen und dort als Gift wirken, durch das die Zellen angegriffen werden. Neben den Insassen profitieren aber auch die Klima- und Heizungsanlagen von der gefilterten Luft. Sie behalten ihre gleichbleibende Leistung und ihre Lebensdauer verlängert sich.

Verschiedene Arten von Innenraumfiltern und deren Aufbau

In Fahrzeugen werden zwei unterschiedliche Arten von Filtern eingesetzt: der Partikelfilter und der Kombifilter.
Der Partikelfilter dient dazu, kleinste Partikel aus der angesaugten Luft für den Innenraum herauszufiltern. Er besteht aus einem Kunststoffrahmen, in dem ein synthetisches Schmelz-Blas-Vlies eingelassen ist, das meist auch elektrostatisch aufgeladen ist. Um eine größere Wirkoberfläche zu erhalten, ist dieses Vlies gefaltet. Die mechanische Abscheidung von Partikeln geschieht durch die große Oberfläche, während die elektrostatische Aufladung auch sehr kleine Partikel wie ein Magnet aus der Luft filtert.
Der Kombifilter gleicht im Aufbau dem Partikelfilter, besitzt jedoch zusätzlich noch eine absorptionsfähige Schicht aus Aktivkohle. Diese kann Gerüche und gesundheitsgefährdende Gase binden. Die Oberfläche der Aktivkohle mit ihrer offenporigen Anlage (ähnlich einem Schwamm) ist sensationell: Lediglich vier Gramm Aktivkohle haben eine innere Oberfläche von der Größe eines Fußballfelds.Der Filter wird mit seinem Kunststoffrahmen in den Ansaugkanal des Fahrzeug-Lüftungssystems eingesetzt und schließt diesen dadurch ab. Luft, welche vom System angesaugt wird, muss den Filter passieren und wird dabei gereinigt.

Anforderungen an Innenraumfilter

Die primäre Aufgabe von Filtern besteht darin, so viele Partikel und Schadstoffe wie möglich herauszufiltern. Dabei dürfen sie aber die einströmende Luft nicht zu sehr behindern, weil es sonst zu einem Druckabfall kommen kann. Der beste Filter kann nichts nützen, wenn kaum noch Luft in das System gefördert wird. Zusätzlich sind die Staubscheideleistung und das Staubspeichervermögen wichtig. Bei Kombifiltern kommt als weiteres Kriterium die Gasabsorption hinzu. Ferner sollen die Filter bei allen Außentemperaturen, egal ob tiefer Winter oder heißer Sommer sowie bei allen anderen Wetterlagen, zuverlässig arbeiten. Auch in extremen Situationen wie langsamen Kolonnenfahrten oder Tunneldurchquerungen müssen sie ihre Anforderungen erfüllen.

Tipps zum Innenraumfilter

Beim Innenraumfilter stellt sich immer die Frage, wann er gewechselt werden muss. Da jedes Fahrzeug bei unterschiedlichen Bedingungen betrieben wird, kann es keine allgemeine Angabe geben. Der eine Filter kann unter harten Bedingungen schon nach sechs Monaten seinen Betrieb einstellen, der andere wird möglicherweise drei Jahre halten. Die meisten Hersteller geben jedoch die Empfehlung, den Filter mindestens einmal im Jahr oder alle 15.000 bis 20.000 km zu wechseln. Sollten die Leistung des Lüftungssystems sinken und sich unangenehme Gerüche im Fahrzeuginneren verbreiten, empfiehlt sich der sofortige Wechsel. Zugesetzte Filter kommen ihrer Aufgabe dann nicht mehr nach und können dann sogar das Gegenteil bewirken. In einigen Fällen empfiehlt es sich beim Filterwechsel auch, die Luftkanäle der Klimaanlage zu desinfizieren. Dies geschieht üblicherweise in Fachwerkstätten mit einem eingesprühten Desinfektionsmittel. So können Pilze und Keime beim Ersatz des Filters abgetötet werden.
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