Stoßdämpfer


Aufbau eines Stoßdämpfers Arbeitsweise des Stoßdämpfers im Fahrzeug
Fahrwerksfedern wandeln Stöße, die durch Fahrbahnunebenheiten entstehen, in Schwingungsenergie um. Diese Schwingungsenergie muss so rasch wie möglich abgebaut werden, damit sich die Karosserie nicht aufschaukelt. Die Stoßdämpfer wandeln daher die angestaute Schwingungsenergie in Wärmeenergie um. Eigentlich ist die Bezeichnung „Stoßdämpfer“ nicht ganz korrekt, denn das Bauteil dämpft keine Stöße, sondern Schwingungen. Die korrekte Bezeichnung ist deshalb „Schwingungsdämpfer“. Stoß- bzw. Schwingungsdämpfer tragen maßgeblich zur Fahrsicherheit bei. Können die Dämpfer ihrer Aufgabe nicht nachkommen, würde ein Fahrzeug längere Zeit ein- und ausfedern, da die Energie zu langsam abgebaut wird. Dies hätte negative Folgen für die Bodenhaftung der Reifen, besonders bei Bremsungen und Kurvenfahrten.

Aufbau eines Stoßdämpfers

Grundsätzlich ist ein Schwingungsdämpfer ein Zylinder, in dem sich ein Dämpferkolben durch Druck- oder Zugspannung auf- oder abbewegt. Dabei verdrängt er Öl, das durch Ventile gepresst wird und den Kolben abbremst. Dieser Widerstand ergibt die Dämpfcharakteristik eines Schwingungsdämpfers. Dabei erfolgt die eigentliche Arbeit nicht beim Zusammendrücken des Dämpfers (Druckstufe), sondern beim Entfalten (Zugstufe). In der Druckstufe bringt der Dämpfer nur etwa 25% seiner Dämpfkraft, in der Zugstufe dagegen 75%.

Arbeitsweise des Stoßdämpfers im Fahrzeug

Beim Überfahren einer Bodenwelle wird das Rad nach oben gedrückt. Die Federung nimmt diesen Stoß auf und wandelt ihn in eine Schwingung um. Ein Stoßdämpfer soll das Einfedern nicht behindern und muss sich leicht zusammenschieben lassen. Erst wenn die Feder sich wieder streckt und den Stoßdämpfer auseinanderzieht, beginnt die eigentliche Arbeit des Stoßdämpfers: Er bremst die Ausgleichsbewegung der Feder ab. Dabei kann sich der Dämpfer durch die Reibung und den Widerstand des Öls auf bis zu 120 °C erwärmen. Dämpfer müssen an das jeweilige Fahrzeug und die Federung angepasst sein.