Öldruckstoßdämpfer


Aufbau des Öldruckstoßdämpfers (Hydraulikstoßdämpfer) Woran man einen defekten Stoßdämpfer erkennt Gefahren durch defekte Stoßdämpfer Sicherheit durch Stoßdämpfer-Check
Stoßdämpfer gehören wie Bremsen und Reifen zu den sicherheitsrelevanten Fahrzeugteilen. Wenn sie nicht mehr richtig funktionieren, können die Räder in Grenzsituationen den Fahrbahnkontakt verlieren. Die Leistung von Dämpfern lässt sich gut in Zahlen veranschaulichen: Auf einer Fahrstrecke von 12.000 km bewegen sich die Stoßdämpfer rund sechs Millionen Mal auf und ab.

Aufbau des Öldruckstoßdämpfers (Hydraulikstoßdämpfer)

Hydraulische Stoßdämpfer sind heute weitgehend von Gasdruckstoßdämpfern verdrängt worden. Bei den hydraulischenStoßdämpfern wird ein Kolben an einer Kolbenstange in einem ölbefüllten Zylinder bewegt. Durch die Bewegung der Kolbenstange drückt der Kolben Öl durch enge Kanäle. Die Reibung und der Widerstand des Öls sorgen für die Dämpfwirkung.

Woran man einen defekten Stoßdämpfer erkennt

Einen Defekt an den Stoßdämpfern erkennt man daran, dass ein Fahrzeug nach jeder Bodenwelle, Lenkbewegung, Bremsung oder Beschleunigung nachschwingt. In Kurven kann dies zum Verlust der Seitenführungskraft führen. Das Fahrzeug bricht schneller aus und gerät ins Schleudern. Fährt man hinter einem Fahrzeug mit defekten Stoßdämpfern kann man in Kurven oft das Abheben eines Rades beobachten.

Gefahren durch defekte Stoßdämpfer

Oft wird nicht bedacht, dass Sicherheitssysteme wie ABS oder ESP ihre Daten von den Rädern beziehen. Besitzen die Räder jedoch keinen richtigen Bodenkontakt mehr, können auch diese Systeme nicht mehr richtig arbeiten. Defekte Stoßdämpfer können den Bremsweg um bis zu 20 % verlängern. Auch bei Regen ist die Gefahr des Aquaplanings deutlich größer.

Sicherheit durch Stoßdämpfer-Check

Stoßdämpfer werden bei der gesetzlich vorgeschriebenen Hauptuntersuchung nur einer Sichtprüfung unterzogen. Sie können aber in einer Fachwerkstatt mit geeigneten Geräten auf ihre Funktionsfähigkeit genau geprüft werden. Sehr empfehlenswert ist eine solche Prüfung vor einer längeren Urlaubsfahrt. Denn oft kommen hier mehrere Faktoren zusammen: Bei Urlaubsfahrten wird nicht selten das Fahrzeug bis an die Grenze des zulässigen Gesamtgewichts (oft auch noch darüber hinaus) beladen. Mitunter kommen noch Dachgepäckträger oder ein Wohnanhänger hinzu. Der Seitenwind erhält so größere Angriffsflächen, Gefahrensituationen kommen auf langen Urlaubsfahrten häufiger vor. Zudem wird das Fahrzeug auch manchmal über schlechte Straßen bewegt, welche die Dämpfung stark beanspruchen. Zusammen also alles Faktoren, die bei schlechten Stoßdämpfern zu gefährlichen Situationen führen können.