Domlager


Aufbau eines Domlager Defekt am Domlager erkennen
Federbeinlager sind ein Teil der Achsaufhängung. Sie finden an Vorder- und Hinterachsen Verwendung und stellen den Übergang zwischen Federbeinen und der Fahrzeugkarosserie dar. Ihre Aufgabe ist es, eine stabile Verbindung zu garantieren und gleichzeitig Geräusche und Schwingungen zu isolieren. Dabei lassen sie eine geringe Winkelveränderung zwischen Federbein und Karosserie zu. An der Vorderachse ist zudem ein Walzlager integriert, um die Lenkbewegungen der Federbeine möglichst verlustfrei zu gewährleisten. An der Hinterachse, wo keine Lenkbewegungen erfolgen, kann auf diese Drehlager verzichtet werden.

Aufbau eines Domlager

Für Serienfahrzeuge werden Domlager aus sehr stabilem Gummi und Metall hergestellt. Sie halten in der Regel rund 100.000 km und sollten dann gewechselt werden. Für Motorsport-Fahrzeuge werden meist Domlager aus Metall benutzt. Sie ermöglichen präzisere Lenkeinstellungen, haben aber keine zusätzliche Dämpfungsfunktion. Daher sind sie unkomfortabler als Serien-Domlager, bei denen durch Gummi eine Isolations- und Absorptionsfunktion erreicht wird. Ihre Haltbarkeit liegt mit etwa 60.000 km deutlich unter der von Serien-Domlagern.

Defekt am Domlager erkennen

Federbeinlager müssen hohe Kräfte aufnehmen. Schmutz, Korrosion und Verschleiß können die Funktion beeinflussen. Besonders an der Vorderachse, wo ein zusätzliches Lager die Lenkbewegungen ermöglicht, ist ein regelmäßiges Prüfen der Domlager angebracht. Ein häufig auftretender Defekt bei Domlagern ist, dass sie mit der Zeit zu viel Spiel aufweisen können. Dieser Mangel wird spätestens bei der Hauptuntersuchung festgestellt und führt dann zur Verweigerung der HU-Plakette. Bei angehobenem Fahrzeug kann man mit kräftigen Horizontal- und Vertikalbewegungen selbst schnell feststellen, ob übermäßiges Spiel vorhanden ist. Die Leichtgängigkeit der Domlager lässt sich im eingebauten Zustand nur schlecht ermitteln, da beim manuellen Test auch der Widerstand des Lenkgetriebes überwunden werden muss. Dennoch sollten sich die Vorderräder mit Handkraft von rechts nach links bewegen lassen. Wenn dies nicht möglich ist, könnte ein defektes Domlager die Bewegung blockieren. Im Fahrbetrieb fällt das meist wegen der unterstützenden Kraft der hydraulischen Lenkhilfe gar nicht auf. Kfz-Meister und Profis erkennen ein blockierendes Domlager aber sehr schnell.