Generatorregler


Funktionsweise des Generatorreglers Erkennen eines Defektes am Generatorregler
Nach dem Motorstart übernimmt der Generator die Stromversorgung des Autos und kümmert sich um das Laden der Batterie. Es ist für den Ladevorgang und das Bordnetz wichtig, dass keine großen Spannungsabfälle oder Überspannungen auftreten. Die übliche Ladespannung für eine Autobatterie beträgt zwischen 13,8 und 14,6 Volt. Durch niedrigere Generatordrehzahlen oder mehr eingeschaltete Verbraucher würde die abgegebene Spannung des Generators instabil werden. Deswegen wird ein Generatorregler benötigt, der aufgrund dieser Einflüsse die Spannung des Generators regelt und stabilisiert. Gleichzeitig verhindert er einen Rückstrom.

Funktionsweise des Generatorreglers

Bei den in heutigen Kraftfahrzeugen verwendeten Drehstrom-Generatoren wird der Strom durch Einleitung einer Erregerspannung erzeugt. Treten Spannungsschwankungen des Generators auf, beeinflusst der Generatorregler diese Erregerspannung, indem er beispielsweise die Erregerspannung erhöht, wenn ein hoher Stromverbrauch das Abfallen der Generatorspannung bewirkt. Früher (bis etwa 1970) wurden in Kraftfahrzeugen Gleichstrom-Generatoren benutzt. Diese wurden mit einem elektromechanischen Laderegler geregelt. Durch den dabei entstehenden Schaltfunken war er sehr störanfällig und wies einen erhöhten Verschleiß auf. Heute werden elektronische Laderegler verwendet. Das Bauteil befindet sich am Generatorgehäuse und ist in der Halterung für die Kohlebürsten eingebettet. Neuste Generationen von Reglern (Multifunktionsregler) können eine Vielzahl weiterer Funktionen bieten. Sie sind mit einem Chip (Monolith-Regler) ausgerüstet und bieten unter anderem Batterie-Sensing (optimierte Ladespannung der Batterie), Fehlerdiagnosen, Unterstützung des Motormanagements, Anpassung an unterschiedliche Fahrzeugtypen und einen sehr niedrigen Ruhestrom.

Erkennen eines Defektes am Generatorregler

Eine leere Autobatterie muss nicht unbedingt bedeuten, dass die Batterie nicht richtig funktioniert. Sie ist auf das ordnungsgemäße Arbeiten des Generators und seines Reglers angewiesen. Liegt hier ein Fehler vor, kann sie nicht richtig nachgeladen werden. Sogar eine Entladung während der Fahrt ist dadurch möglich. Mit einem Spannungsmessgerät aus dem Fachhandel können die wichtigsten Werte von Batterie und Generator erfasst werden. Im Stand (Motor aus) und ohne eingeschaltete Verbraucher sollten im betriebswarmen Zustand etwa 12,5 bis 13,5 Volt erreicht werden. Beim Einschalten von Standlicht oder Abblendlicht darf die Spannung bis auf 12 Volt fallen. Bei Dieselfahrzeugen kann das Vorglühen einen Spannungsabfall auf 11 Volt bewirken. Wird der Anlasser betätigt, kann die Spannung bis auf 8,5 Volt sinken. Bei laufendem Motor sollte die Spannung ohne weitere Verbraucher aber auf 14,5 Volt steigen. Sollte sie deutlich darüber liegen (16-20 Volt), ist dies meist ein Zeichen für einen defekten Generatorregler. Solch hohe Spannungen sind für die gesamte Fahrzeug-Elektrik gefährlich und können Beschädigungen auslösen.
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