Generator/Lichtmaschine


Aufgabe des Generators Vorteil der Drehstrom-Generatoren Aufbau eines Generators Bedeutung der Kontrollleuchte

Aufgabe des Generators

Nach dem Starten des Motors soll der Generator, auch Lichtmaschine genannt, die erforderliche Stromversorgung des Fahrzeuges übernehmen. Eine weitere Aufgabe des Generators besteht darin, die beim Startvorgang der Batterie entnommene Energie wieder zurückzuführen (Laden). Auch während des Motorlaufs kann die Batterie bei Überbelastung des Generators (viele Verbraucher sind angeschaltet) Energie für den Betrieb zur Verfügung stellen.

Vorteil der Drehstrom-Generatoren

Bis etwa 1970 waren die meisten Generatoren von Fahrzeugen sogenannte Gleichstrom-Lichtmaschinen. Mit der Einführung von Drehstrom-Generatoren verschwanden auch einige typische Probleme der Gleichstrom-Generatoren. So zeigen Drehstrom-Generatoren weniger Verschleiß an den Kohlebürsten aufgrund ihrer Schleifringe. Sie sind leistungsstärker (bis etwa 3 kW) und liefern bereits bei Leerlaufdrehzahl eine ausreichende Strommenge.

Aufbau eines Generators

Der Generator ist am Motor befestigt und wird von der Riemenscheibe der Kurbelwelle über Keil- oder Rippenriemen angetrieben. Durch die Drehbewegung erzeugt der Rotor ein Erregerfeld, welches in den Spulen des umgebenden Stators eine Wechselspannung erzeugt. Um diese durch das Fahrzeug nutzen zu können, ist eine Umwandlung der Wechselspannung in eine Gleichspannung erforderlich, welche durch Leitungshalbleiter (Gleichrichter) geschieht.
Der Generator wird über einen Keil-oder Rippenriemen angetrieben. Meistens treibt dieser neben dem Generator noch weitere Nebenaggregate an, zum Beispiel die Wasserpumpe oder die Lenkhydraulikpumpe. Durch die hohe Belastung (bis zu 3 PS Leistungsübertragung) ist die richtige Spannung sehr wichtig, um ein vorzeitiges Verschleißen auszuschließen. Beim kräftigen Daumendruck auf den Riemen sollte dieser in der Mitte zwischen Generator und Wasserpumpe 1 bis 1,5 cm nachgeben. Abweichungen hiervon sollten korrigiert werden, indem man die Haltebolzen des Generators lockert und diesen bis zur erforderlichen Riemenspannung ausschwenkt.
Aus den Zeiten des Gleichstrom-Generators kennt man noch das Wechseln der Schleifkohlen. Durch die höhere Lebensdauer des Drehstrom-Generators ist dieser Wechsel nicht mehr vorgesehen. Oft wäre dazu ein Zerlegen des Generators erforderlich; die heutigen Kohlen sind in der Regel auch verlötet. Das Wechseln sowie Auseinander- und Zusammenbauen des Generators würde teilweise mehr kosten als eine neue Lichtmaschine.
Auch wenn moderne Generatoren durch Schutzdioden vor Überspannung geschützt werden, sollte man keinen Motor ohne angeschlossene Batterie betreiben. Die empfindliche Bordelektronik oder das Motorsteuergerät können beschädigt werden.

Bedeutung der Kontrollleuchte

In jedem Fahrzeug befindet sich eine Ladekontrolllampe. Als Nebenfunktion sorgt sie für die erforderliche Vorerregung des stehenden Drehstrom-Generators. Nach dem Starten des Motors erlischt diese Lampe. Ein Aufleuchten bei laufendem Motor kann ein zu hohes oder zu niedriges Laden der Batterie bedeuten. Leuchtet sie vor dem Starten des Motors trotz eingeschalteter Zündung nicht, können die Glühbirne oder der Erregerstromkreis des Generators defekt sein. Eine leuchtende Ladekontrolllampe bei ausgeschalteter Zündung deutet hingegen auf einen Kurzschluss hin, welcher die Batterie bei stehendem Motor entladen kann.
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