Scheinwerfer


Die richtige Ausrichtung der Scheinwerfer Abblendlicht, Fernlicht und Standlicht Halogenscheinwerfer Besonderheiten von Xenon-Scheinwerfern Vor-und Nachteile der LED-Scheinwerfer
Scheinwerfer sind unverzichtbare Sicherheitseinrichtungen an Kraftfahrzeugen. Eine einwandfreie Funktion ist jederzeit sicherzustellen. Nicht nur die technischen Überwachungsvereine (TÜV, Dekra) kontrollieren die Funktion der Scheinwerfer und deren Einstellung penibel, auch die Verkehrsüberwachungsbehörden ahnden Fehlfunktionen und Defekte mit Bußgeldern.

Die richtige Ausrichtung der Scheinwerfer

Scheinwerfer finden sich immer paarweise an der Fahrzeugfront, jeweils links und rechts außen. Sie leuchten ab Einbruch der Dämmerung und in der Nacht die Fahrbahn für den Fahrzeugführer aus. Hierzulande ist eine „asymmetrische“ Lichtverteilung vorgeschrieben, der rechte Fahrbahnrand wird relativ gerade nach vorn und leicht zum rechten Fahrbahnrand hin ausgeleuchtet – um etwa Fußgänger im Dunkeln besser erkennen zu können –, der linke Scheinwerfer „schielt“ leicht zur Fahrbahnmitte hin, um den entgegenkommenden Verkehr nicht zu blenden.

Abblendlicht, Fernlicht und Standlicht

Meist sind in einem Scheinwerfergehäuse und hinter einer gemeinsamen „Streuscheibe“ mehrere Lichtfunktionen untergebracht: Abblend-, Fern- und Standlicht, bei manchen Fahrzeugtypen auch die Nebelscheinwerfer. Bei älteren Fahrzeugen oder Autos, bei denen besonderen Wert auf Design gelegt wird, werden die einzelnen Scheinwerfer häufig auch als Gestaltungselement eingesetzt.

Halogenscheinwerfer

Jahrzehntelang war Halogenlicht – eine gasgefüllte Glühlampe mit herkömmlichem Glühfaden – aktueller Stand der Technik bei der Fahrzeugbeleuchtung. Auch heute sind Halogenscheinwerfer noch weit verbreitet, wobei die seit etwa Anfang 2000 üblichen „H7“-Leuchtelemente je nach Konstruktion des Scheinwerfers und seiner Reflektoren auch immer noch eine zeitgemäß helle und gleichmäßige Fahrbahnausleuchtung garantieren. Halogenscheinwerfer und die entsprechenden Leuchtmittel sind relativ preisgünstig in der Herstellung, defekte Glühlampen können in der Regel auch von Laien selbst getauscht werden.

Besonderheiten von Xenon-Scheinwerfern

Bei den zunächst in der Luxus- und Oberklasse eingeführten und heute auch in günstigeren Fahrzeugkategorien gegen Aufpreis erhältlichen Xenon-Scheinwerfern sieht das anders aus. Ihr gegenüber Halogenlicht mehr als doppelt so heller Schein wird mittels Lichtbogen von einem Hochvoltzündsystem (auch „Vorschaltgerät“) erzeugt. An dieser Technologie haben Laienhände nichts verloren! Im Defektfall muss die Werkstatt ran, da es sich um Hochvolt-Technik handelt. Größter Vorteil der Xenon-Technologie ist die tageslichtähnliche Lichtausbeute, die der Ermüdung der Augen entgegenwirkt und die Fahrbahn bei jeder Witterung sehr gut ausleuchtet. Xenon-Lichtsysteme müssen mit einer Scheinwerferreinigungsanlage ausgestattet sein.

Vor-und Nachteile der LED-Scheinwerfer

In jüngster Zeit etablieren sich Scheinwerfersysteme, die mit LED-Technik ausgerüstet sind. Sie vereinen eine der Xenon-Technologie ähnlich gute Lichtausbeute mit geringem Stromverbrauch und hoher Zuverlässigkeit. Der spanische Automobilhersteller Seat führte kürzlich mit dem Modell „Leon“ den ersten Kompaktwagen der Welt ein, der optional mit Voll-LED-Scheinwerfern ausgestattet werden kann. Nachteil: Bei einem Defekt können Leuchtdioden nicht einzeln ausgetauscht werden. Im Zweifelsfall muss die Werkstatt also den kompletten Scheinwerfer erneuern, was teuer werden kann.