Beleuchtung


Die Beleuchtung gehört zu den wichtigen Teilen eines Kraftfahrzeugs, ohne die eine Zulassung gar nicht möglich wäre. Autos fahren eben nicht nur nach Sicht, sondern auch in Dunkelheit. Der Gesetzgeber verlangt daher eine ausreichend dimensionierte Beleuchtungsanlage, die zum einen die Strecke für den Fahrzeugführer gut ausleuchtet, zum anderen das Fahrzeug auch für den andern Verkehr deutlich sichtbar macht. Während in der Anfangszeit des Automobils noch Brennmaterialen wie Öl und Gas eingesetzt wurden, hat inzwischen modernste Lichttechnik Einzug gehalten.

Halogenscheinwerfer

Halogenlampen arbeiten mit Wolframdraht in einem gasgefüllten Glaskolben, dem ein bestimmter Anteil eines Halogens wie Fluor, Chlor, Jod oder Brom zugesetzt wurde. Wenn eine Halogenlampe zu leuchten beginnt, glüht der Wolframdraht und verdampft winzige Mengen seiner Substanz. Diese kühlt sich in Kolbennähe unter 1400 °C ab und verbindet sich mit dem Halogen zu einer gasförmigen Wolke, beispielsweise Wolfram und Brom zu Wolframbromid. Bei der Annäherung an die glühende Drahtwendel mit mehr als 1400 °C zerfällt das Molekül wieder. Das Wolfram setzt sich an der Wendel ab, das Halogen steht für die Wiederholung der Reaktion erneut zur Verfügung.

Xenonscheinwerfer

Bei Xenonscheinwerfern ist das Edelgas Xenon an der Lichterzeugung beteiligt. Im Kolben der Lampe befinden sich in einer Xenongas-Atmosphäre zwei Wolfram-Elektroden. Durch einen Hochspannungsimpuls von bis zu 25.000 Volt wird das Gas ionisiert und dadurch leitend gemacht. Zwischen den beiden Elektroden kann nun Strom fließen, ein Lichtbogen entsteht und wird für konstante Lichtausbeute stabilisiert. Xenonlampen haben viele Vorteile, darunter helleres Licht, längere Lebensdauer, weniger Energieverbrauch und tageslichtähnliche Farbtemperatur. Nachteile sind die höheren Anschaffungskosten, erhöhter Platzbedarf, Wartung nur durch die Werkstatt, hohe Ersatzteilkosten sowie - im Vergleich zum Halogenlicht - leichte Schwächen bei Nebel und schlechter Sicht.

LED-Scheinwerfer

Die Technik der Zukunft ist LED, bei der ein Halbleiter-Bauelement in Form einer Diode Licht abstrahlt, sobald ein Strom fließt. Mit Hochleistungs-LEDs ist es inzwischen möglich, Halogenlampen und Gasentladungslampen (Xenon) durch Gruppen von platzsparenden und höchst effizienten Leuchtkörpern zu ersetzen. Im Vergleich zu herkömmlichen Techniken zur Lichtgewinnung hat LED eine wesentlich längere Lebensdauer bei geringerem Stromverbrauch. Damit ist es auch wesentlich unwahrscheinlicher, dass Rückleuchten und Bremslichter ausfallen und für den nachfolgenden Verkehr eine Gefährdung durch geringe Sichtbarkeit entsteht.